Sind Araber Pferde schwierig?

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Araber sind genauso gut wie andere Pferderassen mit einer guten Erziehung händelbar und kein Problempferd. Mit viel Geduld und reichlich Erfahrung ist ein Araber für jeden Pferdebesitzer ein sensibles und menschenbezogenes Pferd, der ein treuer Freund werden kann.  Aus unserer Erfahrung können wir überhaupt nicht sagen, dass dein Araber Pferd schwierig im Umgang oder beim Reiten ist. Zwar ist die Pferderasse sehr temperamentvoll und auch sehr sensibel, dennoch kann man mit ihnen ein gutes Reitpferd haben. Wir haben festgestellt, dass es oftmals auch am Reiter selbst liegt, wenn dieser Schwierigkeiten mit einem bestimmten Pferd hat und nicht weiß, wie man, mit solch einem Temperament bei einem Pferd, umgehen soll.

Der Araber ist eine ganz besondere Pferderasse. Denn er wird unterteilt in verschiedene Rassengruppen wie englische Vollblut, der Vollblutaraber und den Anglo-Araber. Der Araber wird als die schönste Pferderasse der Welt bezeichnet und macht auch auf der Rennbahn- und als Distanzpferd eine gute Figur. 

Araber sind menschenbezogene Pferde, die eine enge Verbindung zu dir aufbauen wollen. Durch ihre Sanftmut und ihre Lernwilligkeit gepaart mit Intelligenz und Einsatzbereitschaft kann der Araber das perfekte Reitpferd abgeben. 

Hier sind für dich die wichtigsten Fakten rund um die Pferderasse Araber:

Steckbrief Araber

UrsprungSaudi-Arabien
Stockmaß140 – 156 cm
Gewichtca 400 – 570 kg
FarbeSchimmel, Braun, Rappe, Fuchs
Exterieurgraziöser Körperbau, kurzer und starker Kopf mit großen Augen
Interieursensibel, menschenbezogen, mutig, temperamentvoll

Geschichte des Arabers

Der Araber ist eine sehr alte Pferderasse und wurde schon seit dem 7. Jahrhundert gezüchtet.

Er stammt aus dem orientalischen Raum und wurde damals aufgrund seiner Schnelligkeit als ideales Kriegspferd eingesetzt. So kamen die Araber im 16. und 17. Jahrhundert über die türkische Armee nach Europa.

Immer mehr europäische Fürstenhäuser wollten das Leistungsvermögen und die Schönheit dieser Pferde besitzen, womit dann auch die Züchtung begann. Es wurden nicht nur Vollblutaraber, sondern auch Rassen wie Anglo-Araber und Shagya-Araber gezüchtet.

Der Araber wird aufgrund seiner großen Vererbungskraft bis heute gerne als Veredler anderer Rassen eingesetzt. Somit hat er einen großen Einfluss bei der Entstehung sehr vieler anderer Pferderassen. Heute gibt es eigene Araberzuchten in vielen Ländern, z.B. in Russland, Spanien und den USA.

Wusstest du, dass der Araber nach seiner Heimat, der arabischen Halbinsel, benannt wurde?

Der Charakter eines Arabers

Araber gelten gemeinhin als unkompliziert, charakterstark und nervenfest. Ihre Menschenbezogenheit und ihrer Sensibilität kommt daher, da sie seit Jahrtausenden bei den nomadischen Stämmen des Nahen Ostens gelebt haben. Auch durch die Umweltbedingungen in der Wüste sind Araber sehr robust und haben eine große Ausdauer.

Araber sind sehr sensible Pferde und dazu noch sehr menschenbezogen.

Neben all diesen positiven Eigenschaften eilen dem Araber auch einige negative Vorurteile voraus: er wäre explosiv und nervös und für Anfänger absolut ungeeignet. Auf diese Vorurteile gehen wir später noch genauer ein.

Aufgrund ihres lebhaften Temperamentes brauchen Araber viel Bewegung. Bei Unterbeschäftigung neigen sie zu hysterischem Verhalten, das der Rasse die bereits angesprochenen Vorurteile einbrachte.

Araber haben einen gut ausgeprägten Vorwärtsdrang. Dieser macht sie zu ausgezeichneten Distanzpferden und lässt sie nur in artgerechter Haltung ihr volles Potenzial ausschöpfen. 

Bei einer artgerechten Erziehung und Haltung erweisen sich Araber als lernwillige Pferde, die ein großes Bedürfnis daran haben, ihrem Besitzer zu gefallen.

Die Erziehung von Arabern

Bei solch einem temperamentvollen Pferd ist es wichtig, ruhig und gelassen zu bleiben und eine starke Führungshand zu besitzen. Dieses erreicht man am besten durch jahrelange Erfahrung. Der Araber sollte nicht von einem Pferdeanfänger gehalten werden. 

Wie bei jedem anderen Pferd ist auch die Erziehung bei einem Araber das A und O. Sollte die Erziehung ruhig und gezielt vonstattengehen, ist ein Araber auch kein Problempferd, sondern kann zu einem treuen und charakterlich starken Partner werden. 

Beim Araber brauchst du viel Erfahrung und eine starke sowie konsequente Führungshand.

Achte darauf, dass du bei der Erziehung bei Arabern sehr viel Geduld haben solltest und nicht zu hektisch oder nervös reagierst. 

Der Araber braucht eine starke Führungshand, die schon einiges an Erfahrung besitzt. Dementsprechend ist diese Pferderasse nicht für Anfänger geeignet. 

Da der Araber ein sehr temperamentvolles Pferd ist, braucht der Araber (und auch jedes andere Pferd) eine artgerechte Haltung und viel wichtiger: genügend Bewegung. Eine Boxenhaltung ohne Weidegang wäre absolut nichts für den Araber. Denn er braucht regelmäßig viel Bewegung, vielleicht sogar mehr als bei anderen Pferderassen.

Der Araber ist ein sehr soziales Pferd und knüpft gerne Freundschaften zu seinen Artgenossen, deswegen sollte er nie ganz alleine auf einer Weide stehen.

Haltung ist unter uns Pferdehaltern immer ein viel diskutiertes Thema. Wir haben (fast) alle Haltungsformen schon mitgemacht und können dir aus erster Hand berichten, welche Vor- und Nachteile dir niemand erzählt:

Wenn du deinen Araber Tag und Nacht auf der Weide stehen lässt, solltest du unbedingt auf eine gute Einzäunung achten, damit er nicht ausbrechen oder sich verletzten kann. Dies besonders durch sein hitziges Temperament, welches ihn leichter erschrecken und sich aufregen lässt, als die bei anderen Pferderassen der Fall wäre.

Manche Araber können Nässe schlechter ab, deswegen wäre es sinnvoll, ihm eine leichte Regendecke aufzulegen. So kannst du Husten und Bronchitis vorbeugen. Dein Pferd friert im Regen? Damit bist du nicht alleine und aus diesem Grund haben wir einen ganzen Artikel zu diesem Problem geschrieben (für alle Pferderassen geeignet): Pferd friert im Regen – was tun?

Warum wird behauptet, dass Araber so schwierig sind?

In vielen Köpfen ist das Bild von einem Araber, dass er tobend und unkontrolliert über die Weide fegt. Dieses ist auch nicht unbedingt falsch, da der Araber ein sehr temperamentvolles Pferd ist und oftmals auch verrückte Sachen macht. Aber all dieses macht ein Pferd nicht zu einem Problempferd und sollte auch kein Grund sein, sich keinen Araber anzuschaffen. 

Araber können genauso gut händelbar sein wie andere Pferde. Es kommt einfach auf eine gute Erziehung und jahrelange Erfahrung an. Sodass du genau erkennen kannst, was dein treues Pferd im Moment von dir will oder haben möchte. 

Ist der Araber als Turnierpferd geeignet?

Araber werden heutzutage in fast allen Reitsportbereichen eingesetzt. Als temperamentvolles Westernpferd, als loyales Freizeitpferd und natürlich auch als ausdauerndes Pferd für Distanzritte und das Wanderreiten.

Sie können auch als Dressurpferden an Turnieren teilnehmen. Durch ihre körperliche Verfassung und dem starken Charakter hätten sie die Voraussetzungen dafür. 

Jedoch sind Araber bei Dressurturnieren eher selten gesehen und gelten oftmals bei den Schiedsrichtern oft schon vornherein als benachteiligt.

Bei den Westenreiten sieht das schon ganz anders aus. Hier sieht man immer häufiger die Araber-Pferde. 

Durch ihre geringe Größe und ihrer Wendigkeit haben sie dort viele Vorteile. Auch wegen ihrer Lernfähigkeit und der hohen Auffassungsgabe haben Araber in Amerika in die Western und Quarter-Horse Szene Einzug gehalten.

Am besten lässt es sich mit einem Araber in Distanzsport die Turniere gewinnen. Denn die Schnelligkeit und die Ausdauer liegt dem Araber im Blut. Sie belegen oftmals bei den Distanz-WM die ersten Plätze.

Ein interessanter Rekord ist auch bei den Arabern zu finden: Das Araberpferd Al Jabal von Andrea Boulton aus England hält laut Guinness Buch der Rekorde den Weltrekord für das älteste Pferd (bei 19 Jahren), welches ein Rennen gewonnen hat.

Hier haben wir für dich unsere beliebtesten Pferdeartikel in einer tollen Übersicht zusammengefasst:

Unsere eigenen Erfahrungen mit einem Araber -Pferd und ob sie wirklich schwierig sind

Unsere Zeit mit dem arabischen Pferd war eine echte Herausforderung, aber auch eine lohnende Reise, die uns gezeigt hat, was möglich ist, wenn man Geduld und Verständnis einsetzt.

Als wir das Pferd übernahmen, merkten wir schnell, dass der vorherige Besitzer Schwierigkeiten hatte, mit seinem Temperament umzugehen. Unser Araber war voller Energie, stolz und manchmal auch ungestüm. Doch anstatt uns von seinem Temperament einschüchtern zu lassen, beschlossen wir, ihm eine Chance zu geben und eine starke Bindung aufzubauen.

Am Anfang war es nicht einfach. Das Pferd war unruhig und oft schwer zu kontrollieren. Aber wir gaben nicht auf. Wir nahmen uns Zeit, um das Pferd kennenzulernen, seine Signale zu verstehen und sein Vertrauen zu gewinnen. Statt mit Härte und Zwang vorzugehen, setzten wir auf Geduld, Ruhe und positive Verstärkung.

Das Training war ein Prozess, der langsam voranging, aber mit jedem kleinen Fortschritt wuchsen auch unser Vertrauen und unsere Bindung zu dem Pferd. Wir lernten, seine Energie zu kanalisieren und sein Temperament in produktive Bahnen zu lenken. Mit viel Liebe und Fürsorge gelang es uns, das Pferd zu reiten und sein Verhalten zu kontrollieren.

Es war eine echte Teamleistung. Wir arbeiteten zusammen, um dem Pferd Sicherheit zu geben und ihm beizubringen, ruhiger und ausgeglichener zu sein. Durch unsere gemeinsamen Bemühungen entwickelten wir eine enge Bindung, die auf Vertrauen und Respekt basierte.

Mit der Zeit wurde aus dem temperamentvollen arabischen Pferd ein zuverlässiger Partner, der uns auf Ausritten begleitete und uns mit seiner Anmut und seinem Charme verzauberte. Unsere Erfahrung mit dem Araber hat uns gezeigt, dass auch scheinbar unüberwindbare Hindernisse mit Geduld, Liebe und Verständnis überwunden werden können. Es war eine wertvolle Lektion, die wir nie vergessen werden.

Zusammenfassung – Sind Araber Pferde schwierig?

Der Araber sollte von einem erfahrenen Besitzer gehalten werden, der mit dem Temperament des Arabers umgehen kann. Allerdings ist ein Araber kein Problempferd und kann durch eine gute Erziehung und mit viel Geduld ein treuer Partner fürs Leben werden. 

Der Ursprung von Araber liegt in Saudi-Arabien und hat ein Stockmaß von bis zu 156 cm. 

Durch seinen temperamentvollen Charakter hat der Araber einige Vorurteile und gilt oftmals als Problempferd. Dieses kann durch eine gute Erziehung und mit viel Geduld beim Training sehr leicht entkräftet werden. Wie jede andere Pferderasse auch, lässt sich ein Araber sehr gut erziehen. Jedoch sollte der Pferdebesitzer einiges an Erfahrung mit Pferden haben und dient nicht als Anfängerpferd. 

Der Araber ist ein fantastisches Turnierpferd und ist für Westernreiten, Distanzreiten und Wanderreiten sehr gut geeignet. 

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